Die meisten dürften mittlerweile davon gehört haben, dass Kinder eine weitaus höhere Wahrnehmung haben, als das bei Erwachsenen der Fall ist. Es wird inzwischen vermutet, dass 98% der Kinder als hochbegabt geboren werden. Doch gerade einmal 2 % verlassen das Schulsystem noch als hochbegabt. Ich kann das durch meine persönliche Wahrnehmung insofern bestätigen, als dass die Feinfühligkeit und Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder noch viel tiefer reichen, als allgemein angenommen. Dies zeigt sich häufig in meinen Behandlungen mit Kindern. Von Geburt an bringen Sie bereits ihre vollständige Persönlichkeit und Bestimmung mit. Sie sind jedoch nicht nur mit Allem ausgestattet, was sie brauchen, sondern wirken auch als Heiler der Erwachsenen.

Unsere inneren, energetischen Wunden, psychischen Verletzungen und Traumatisierungen tragen wir in den ungelösten Fällen, was mehrheitlich in unserer Gesellschaft der Fall ist, als gespeicherte, verhärtete und abgespaltene Energie in unseren Chakren. Das kann auch als abgespaltene Seelenanteile bezeichnet werden. Diese inneren Wunden und Anteile haben wir teilweise so weit bis zur Unkenntlichkeit entfremdet und vergessen, dass sie einerseits nicht mehr als unser eigen zu erkennen sind und andererseits in uns eine Art Eigenleben führen. In Albträumen werden wir beispielsweise noch an diese Wunden und Anteile erinnert und von ihnen eingeholt. Unsere Kinder haben häufig innere Wunden in ihrem Energiesystem, die sie einerseits aus eigenen Erfahrungen davontragen und andererseits von ihren Eltern übernehmen.

In meiner Wahrnehmung gleichen Wunden, die durch traumatische Erlebnisse entstanden sind und keinen Raum der Heilung bekommen, eher festen Körpern, die unsere Lebensenergie darin verschließen. Die Wunden, welche die Kinder von ihren Eltern übernehmen, sind in den Kindern weich und fließend. Sie bedürfen im Vergleich zu den verhärteten Wunden der meisten Erwachsenen nur wenig Aufwand, um im Kind vollständig in die Heilung zu kommen. Wie über ein feines Netz sind beide Wunden, sowohl die der Eltern als auch die des Kindes, miteinander verbunden. Die Eltern sind von den Wunden, die ihre Kinder übernommen haben, jedoch keineswegs befreit. Viel eher mache ich regelmäßig die Erfahrung, dass die Kinder diese Wunden übernehmen, um sie den Eltern wieder zugänglich zu machen. Auf diese Weise fungieren die Kinder als das, was in der Literatur häufig als „Spiegel“ bezeichnet wird. Dies geschieht scheinbar, damit die Eltern ihre eigenen Wunden bzw. ihre abgespaltenen Anteile wieder erkennen, annehmen und heilen können, insofern sie denn bereit dafür sind.

Häufig stehen bei einer Behandlung eines Kindes die Wunden seiner Eltern weit mehr im Vordergrund als die des Kindes. So ist vielen Kindern eine Wunde der Eltern erstaunlicherweise deutlicher im Bewusstsein als eine eigene. Lässt man die Wunden der Eltern unbehandelt oder gibt den Kindern nicht den erforderlichen Raum der Heilung, so werden auch diese Wunden wie die eigenen abgespalten und verhärten im Laufe der Zeit im eigenen Energiekörper. Wenn wir das vollständig begreifen und unseren Kindern den Raum geben, den sie brauchen, um solche Prozesse durchführen zu können, erlauben wir den Kindern den Erwachsenen beim Bewusstwerdungsprozess zu helfen und zu einem gewissen Grad die Wunden der Eltern zu transformieren und zu heilen. Wenn wir ihnen das Vertrauen geben, dass richtig ist, wer sie sind und was sie tun und wir uns als Erwachsene zurückhalten und nicht permanent in dem „Erziehungsprozess“ eingreifen, dann können unsere Kinder einen großen Beitrag für uns leisten.

Bei meiner Tätigkeit mit Kindern zeigt sich häufig, dass es helfen würde, wenn sich die Eltern ebenfalls in Behandlung begeben würden. In der Regel handeln die Eltern in Fürsorge, indem sie ihre Kinder in Behandlung geben, um ihnen auf diese Weise bestmöglich zu helfen. Die Eltern selbst gestehen sich den Raum ihrer eigenen Heilung jedoch oft nicht zu und tragen ihre Wunden, die in ihrem Energiesystem gespeichert sind, weiter mit sich herum. Eltern, die ihre eigenen Wunden behandeln lassen und heilen, würden zu einer Entlastung ihrer Kinder beitragen. Die Kinder müssten nicht länger das Leid, die Trauer und den Schmerz der Erwachsenen übernehmen, da die Erwachsenen frei davon und in ihrer Liebe wären. Als Konsequenz sollte man im Heilungsprozess nicht nur bei den Kindern, sondern bei jedem einzelnen von uns selbst ansetzen. Wir als Erwachsene sollten lernen, bewusst und in der Rolle eines Beobachters mit unseren Kindern umzugehen. Damit meine ich, dass man den Blick immer nach innen wenden sollte, auch, und erst recht dann, wenn das Kind einen „mal wieder auf die Palme bringt“ und man sich nicht mehr in der Liebe zu sich selbst und zu seinem Kind befindet. Denn unsere Kinder sind unsere Heiler.

-Eure Diana Hellers-

 

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