Langzeitstillen – wirklich so unnatürlich?

Langzeitstillen – wirklich so unnatürlich?

Langzeitstillen – Ist das eigentlich normal? Vor einer ganzen Weile wurde mir gesagt, dass es ja wirklich extrem sei, dass ich mein Kind mit seinen (damals) 22 Monaten noch stille. Diese Bekannte meinte, sie würde niemanden kennen, der das sonst noch tut. Nun ja, zum Glück kenne ich doch einige, die ihre Kleinkinder noch stillen, das erst einmal vorweg. Und das erleichtert mich schon sehr, befreit es mich doch ein wenig von meinem Alien-Dasein. Doch ist Langzeitstillen wirklich so extrem?

Was empfiehlt die Welt-Gesundheits-Organisation?

Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) empfiehlt  zunächst sechs Monate ausschließlich zu stillen.  Neben geeigneter Beikost weiter stillen bis zum Alter von 2 Jahren und darüber hinaus, solange wie Mutter und Kind sich wohlfühlen.

Langzeitstillen - Kleinkind bei seiner Mama an der Brust

Langzeitstillen – Ein Kleinkind trinkt bei seiner Mama und tankt Nähe und Sicherheit1

So, nun stille ich also meinen kleinen Stilljunkie und ich habe es nun wirklich noch NIEMALS erlebt, dass ich ihn an die Brust hätte zwingen können, wenn er nicht dran will. Nein, ganz im Gegenteil ist es doch eher so, dass er sich zum Teil selbst bedient und zwar ganz nach Bedarf, nämlich immer dann, wenn er das Bedürfnis danach hat.

Daraus schließe ich, dass es völlig normal und natürlich ist, ein Kind auch über den sechsten Lebensmonat hinaus zu stillen. Ganz im Gegenteil, es gibt Studien die belegen, dass das natürliche Abstillalter irgendwo zwischen zwei und sechs Jahren liegt und dieses wird von den Kindern selbst eingeleitet und zwar zu dem, für sie ganz individuellen und richtigen Zeitpunkt. Die AFS (Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen Bundesverband e.V.) hat hier2 einen interessanten Artikel mit vielen wissenschaftlichen Quellen zum Langzeitstillen verfasst. Und unter dem folgenden Link hat Utta Reich-Schottky bereits im Jahr 2002  etwas über das biologische Abstillalter3 geschrieben.

Langzeitstillen – Mamas brauchen einen dicken Pelz!

Ich möchte niemanden dazu animieren länger zu stillen, als er sich damit wohlfühlt. Was ich aber wichtig finde ist, dass die Vorurteile gegen stillende Mütter aufhören. Man braucht heute schon wirklich einen dicken Pelz, wenn man länger stillt, als andere Mütter. Es ist manchmal nicht leicht, die Blicke zu ignorieren oder die Frage “Du stillst IMMER noch” einfach abzutun und sich seinen Teil zu denken.

Ich bin feste davon überzeugt, dass jede Mama das Beste für ihre Kinder möchte. Und ich belehre niemanden diesbezüglich, was meine Auffassung von “dem Besten” ist. Aber ebenso erwarte ich auch, dass einfach akzeptiert wird, dass wir Langzeitstillen und dass wir dies auch wirklich gerne tun.

Ich genieße die Zeit mit meinem Kind. Sie ist wirklich schnell vorbei, bald wird er mir sagen, dass er jetzt gerade keinen Kuss möchte oder dass ich peinlich bin. Das einzige was ich tun kann ist, ihm heute alles mitzugeben, was ich für wichtig erachte. Und das ist ganz viel körperliche Nähe. Er soll geborgen groß werden und er hat alle Zeit der Welt sich in seinem Tempo zu lösen. Und für mich gehört neben dem Familienbetten, dem Tragen halt auch das Stillen absolut dazu. Stillen ist soviel mehr als nur Nahrung: Es ist Trost, Geborgenheit, Nähe, Kuscheln, Nuckeln und Bindung!

Mir ist wichtig, dass all jene Mütter, die zweifeln und sich verunsichern lassen von ihrem Umfeld, Folgendes wissen: Ihr seid völlig in Ordnung, so wie ihr seid! Und ihr gebt euer Bestes für eure Kinder! Ihr hört auf euren Instinkt, der euch sagt, dass es unnatürlich ist, ein Kind mit exakt sechs Monaten abzustillen, nur weil “man das halt so macht”. Und es ist nicht pervers, ekelhaft oder gar schädlich für euer Kind, wenn ihr es auch über den zweiten oder dritten Geburtstag hinaus stillt. NEIN! Es ist genau richtig und natürlich! Gebt euren Kindern das, was sie brauchen. Stillt ihre Bedürfnisse, egal ob es Hunger, Trost oder körperliche Nähe ist. Sie werden sich zu gesunden und selbstbewussten Kindern entwickeln, auch WENN sie mit fünf noch bei euch im Bett schlafen.

Ich habe übrigens hier4 eine ausführliche Seite zu den Vor- und Nachteilen des Stillens erstellt. Und hier5 erhältst du alle meine Angebote rund um das Stillen. Die beiden Bücher von Edith Zeller und Norma Jane Bumgarner, die ich unten verlinke, sind absolut lesenswert und sehr bedürfnisorientiert. Und wenn du manchmal gestresst bist oder dich überfordert im Umgang mit deinem Kind fühlst, dann lade ich dich herzlich ein, dir meinen kostenlosen Ratgeber 6 runterzuladen. Er gibt dir hilfreiche Tipps, wie du im Umgang mit deinem Kind entspannt bleiben kannst. Auch beim Stillen :)

Zu guter Letzt: Es ist alles gut! Genießt das Leben mit euren Kindern  und auch das Langzeitstillen! Ach und übrigens…der Artikel ist schon etwas älter und ich habe ihn gerade überarbeitet: Mein Sohn ist mittlerweile 33 Monate alt und wir stillen immer noch und sind sehr glücklich damit :)

Alles Liebe, eure Kira!

Empfohlene Literatur

“Busi” sagt Henriette – Eine Geschichte vom StillenWir stillen noch

Quellen

 

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  1. Foto von Katsiaryna Drobysheva
  2. Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen: Stillen bis der Schulbus kommt
  3. Reich-Schottky, Utta, 2002: Das biologische Abstillalter
  4. Kira Schlesinger: Soll ich mein Baby stillen?
  5. Kira Schlesinger: Stillberatung rund ums Tal
  6. Kira Schlesinger: Kostenloser Ratgeber “5 einfache Schritte für weniger Stress und Überforderung im Umgang mit deinem Kind
Dein Alltag ist ihre Kindheit

Dein Alltag ist ihre Kindheit

Als ich diesen Spruch ganz zufällig gelesen habe, kam ich ins Nachdenken.
Wie viel steckt doch hinter diesem einfachen Satz. Das musste ich erstmal sacken lassen.
Mein Alltag, also das Auf und Ab, das Hetzen, die Termine, das Gerenne und Gehusche, das eben, was ich alltäglich und jeden Tag tue und meine tun zu müssen, ist ihre Kindheit? – Ja, durchaus. Was soll uns also dieser Satz sagen, was rüttelt er wach ins uns?

Bei mir es ganz klar das Eine: gehe mit jeder Sekunde Deiner Zeit, Deiner alltäglichen Zeit, behutsam und achtsam um. Wäge ab, was Du glaubst, tun zu müssen und nimm Dir Zeit für das Wesentliche, das, was Dir wichtig ist, entschleunige!

Dieser Satz schreit förmlich: achte auf dich, achte auf das, was Du tust, wohin du gehst, womit Du Deine kostbare Zeit verbringst und verspiel sie nicht. Und das nicht nur weil Du Dir selbst am Herzen liegen solltest sondern weil Du durch eben diesen Alltag, Deine Achtsamkeit oder auch Unachtsamkeit Dir selbst gegenüber, Deinen Kindern die Kindheit vermiesen könntest. Mal ganz krass ausgedrückt.

Wenn mal wieder die Waschmaschine fertig ist aber die Kinder gerne einen Ausflug machen möchten, wenn das Essen noch nicht gekocht ist aber alle Hunger haben, wenn der Boden noch voller Krümel vom Frühstück liegt aber die Kinder Lust auf Basteln mit Dir haben… dann überlege Dir genau, wo Deine Prioritäten liegen und wie Du Deinen Alltag gestalten möchtest. Was ist Dir wichtig, was davon ist WIRKLICH wichtig und was davon gibst Du Deinen Kindern gerne mit auf ihren Weg und in ihre Erinnerung. Werden sie später sagen: „Hey, unser Haus war immer sauber, man konnte vom Boden essen aber Mama hatte leider nie Zeit zum Spielen.“ Oder werden sie sagen: „Keine Ahnung, ob wir Krümel unterm Tisch liegen hatten aber Mama hatte Zeit für uns und man konnte super mit ihr Papierflieger basteln.“ Natürlich spielt auch die Liebe und Nähe eine Rolle, die Kinder erfahren und nicht nur die Zeit, die wir mit ihnen verbringen. Kinder dürfen sich auch langweilen und sollten das sogar. Wichtig ist mir nur, dass wir darauf achten, wie wir unseren Alltag gestalten und dass uns klar wird, mit welcher Unachtsamkeit wir die Kindheit unseren Kindern häufig prägen. Bewusstmachung ist das Schlagwort.

Wir tragen die Verantwortung für unser Kinder und wenn ich mir bewusst mache, dass alles, was ich an Ballast in meinen Alltag packe, der mich selbst schon überrollt, die Kindheit meiner Kinder prägt, dann muss ich mich fragen, ob ich möchte, dass sie diese „Last“ in ihr Erinnerungsköfferchen packen oder ob ich alles dafür tun möchte, meinen Alltag – und damit auch ihren – positiv zu verändern.
Lassen wir mal los, seien wir mal wieder entspannt, gehen wir barfuß in den Regen tanzen, ohne die Matschfüße auf den weißen Fliesen zu sehen und bauen Höhlen im Kinderzimmer, ohne schon vorher ans Aufräumen zu denken. Seien wir mal frei und wild und wunderbar, wie Astrid Lindgren schon sagte. Seien wir doch so frei, unseren Kindern eine wundervolle Kindheit zu schenken.

Denn Alltag ist, was Du draus machst.

A bientôt

Katharina

 
 

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EINE NEUE LIEBES- UND ZEITQUALITÄT

EINE NEUE LIEBES- UND ZEITQUALITÄT

Liebe ist die Basis: Sie kann alles sein und transformieren.

Dazu ist es natürlich wichtig, Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Mehr als auf das „Wieviel“ kommt es dabei aber auf die emotionale Qualität dieser Zeit an.

Entscheidend ist es, im Gefühl bei den Kindern zu sein: Achtsam für den Moment. Gerade im täglichen Leben bedeutet 100%ige Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, die aktuelle Situation – und sei sie auch noch so banal! – auch mal aus dem Blickwinkel Deines Kindes zu sehen. Welche Bedürfnisse hat mein Kind? Wie empfindet es? Warum wird es gerade so bockig oder trotzig?

Dieser Perspektivwechsel, dieses Annehmen, kann z.B. stressige Situationen, die „zu entgleiten drohen“, ganz erstaunlich entspannen. Oder Dir und Deinem Kind Möglichkeiten eröffnen, die gemeinsame Zeit viel intensiver zu erleben und zu genießen.

So ergibt sich automatisch eine ganz neue Zeit-Qualität – für Dich und die Kinder gleichermaßen, weil man die gemeinsame Zeit optimal nutzt.

Das erfahre auch ich selbst im Alltag immer wieder: Dann nörgeln die Kinder nämlich nicht, wenn ich mich später ihnen mal nicht widmen kann und stattdessen Zeit für mich beanspruche – weil sie ja emotional bekommen haben, was sie brauchen! Sie haben gespürt, dass man sie wahrnimmt und auf sie eingeht.

Dieses Wohlgefühl bekomme ich von meinen Kindern zurück.

Und auch ich schaffe dann meine Aufgaben, wie z.B. die Arbeit im Haushalt, viel einfacher – Stress und Erschöpfung entschwinden.

Ich wünsche Euch allen, eine qualitativ gute, hochwertige Zeit miteinander zu verbringen!

Eure

Karolin Noll

PS.: Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare, Fragen, Erfahrungen wie Anregungen.

Wenn Euch der Artikel gefallen hat, würde ich mich über ein „Like“ meiner Facebook-Seite freuen.

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Spielst Du gerne? Warum nicht mal mit dem Essen?

Spielst Du gerne? Warum nicht mal mit dem Essen?

Aber mit dem Essen spielt man nicht! Oder doch?

Kinder lieben es mit dem Essen zu spielen, darin rum zu patschen, Bilder damit zu malen,
es sorgfältig auf dem Tisch zu verteilen (darin ist meine Kleine Weltmeistern), ja sie lassen den
Teller mit Lebensmitteln richtig lebendig werden.

Da wird eine Karotte schnell zu einem Piraten im Kampf gegen den Brokkoli oder grünen Spargel. Ja auch Nudeln erleiden See Not!

Bewundernswert diese Kreativität. Wenn da nicht wir Erwachsenen wären, die immer zum „Benimm“ auffordern! Mit dem Essen spielt man nicht. Wie haltest Du denn Deine Gabel? Bleib mit dem Essen auf dem Teller, schmatz nicht usw….

Aber wenn wir mal ehrlich sind. Schmecken Pommes mit dem Finger nicht besser wie mit der Gabel?
Oder ein Smoothie mit dem Strohhalm anders wie aus Glas?
Oder Karotten am Stück anders wie gehobelt? Diese Liste ließ sich unzählig fortführen.
Einbildung oder ist das so?

Wie soll man das herausfinden, wenn man es nicht testen darf?
Wir nehmen einfach auf durch unsere Sinne, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen.
Da liegt es doch Nahe, das wir das beste Ergebnis im Genuss erziehlen, wenn wir diese Sinne einsetzen und kombinieren!
Was sich natürlich nicht mit den gesellschaftlichen Tischmanieren verträgt (konform geht)

Lassen wir es doch mal auf einen Versuch ankommen, was haltet ihr davon?
Lasst uns für eine Mahlzeit in die Welt unserer Kinder eintauchen!
(Vielleicht macht Ihr dass mal, bevor das Putzen ansteht ;-))

Überlegt Euch paar Begriffe wie Schnecke da isst man dann gaaaanz laaangsaaam und beim Rennauto ganz schnell…
Ob ich mein Essen runter schling oder sorgfältig kaue, macht für den Genuss auch ein riesen Unterschied!
Dann gibt es noch die Prinzessin, die sitzt ganz gerade, isst ganz vornehm hält elegant Ihr Besteck usw. dazu gibt es den Piraten, der isst mit den Finger, stopft sich das Essen in den Mund, darf Essgeräusche machen usw.
Das Essen auf Nachbars Teller sieht meistens besser aus, wie das auf dem eigenen Teller.
Ein Räuber holt sich was er gerade will….und zu guter letzt gibt es noch das Märchen.
Da darf dann jeder erzählen was gerade so auf seinem Teller los ist 😉

Ihr dürft natürlich Eure eigenen Wörter überlegen. Dass hier dient nur zur Ideengebung.

Immer rei um darf sich ein Familienmitglied eines dieser Wörter aussuchen und alle anderen müssen dann dementsprechend essen oder sich schon mal eine Geschichte zu Ihrem Teller überlegen.

Zusammengefasst:

– Schnecke (langsam essen)
– Rennauto (schnell essen)
– Prinzessin (schön essen)
– Pirat (geräuschvoll mit Finger essen)
– Räuber (Vorsicht der Klau geht um)
– Märchen (was liegt denn da auf meinem Teller)

Jeder ist abwechselnd dran, wobei jede Passage nicht allzu lange anhält…

Wer so eine „Erlebnismahlzeit“ mit seinen Kindern unternommen hat, würde ich mich über Eure Erfahrungen und Feedback freuen!

Viel Spass beim Panschen, schmieren und genießen.

Eure

Karolin Noll
PS.: Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare, Erfahrungen wie Anregungen.
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Familie außer Rand und Band

Familie außer Rand und Band

Alltag, Urlaub und Gemeinschaft

Nach einer langen Pause melde ich mich nun zurück.

Warum es eine Weile ruhig um Wohlgefühl Familie war, und was das Leben – inclusive Urlaub! – mit der ganzen Familie so alles mit sich bringt, berichte ich in den folgenden Zeilen.

Wie versprochen gibt es Anekdoten aus meinem Nähkästchen: Einblicke in mein wunderbares Leben mit meinen 2 Kindern. Ihr sollt ja auch wissen, wer hinter Wohlgefühl Familie steckt J

Ganz frisch ist meine Tochter seit Ende Mai 2 Jahre, und mein Sohn seit Anfang Juni 6 Jahre alt. Seit November 2014 lebe ich alleine mit den beiden Kleinen/Großen.

Wie belastend eine Trennung für Kinder sein kann, erfahre auch ich über ihr Verhalten. Denn auch „Vorschulkinder“ tun sich schwer über ihr Inneres zu sprechen, geschweige denn selber zu verstehen, was in ihnen vorgeht…

In diesem Sinne wird mein Alltag natürlich nie langweilig und ich werde täglich mit neuen Herausforderungen auf die Probe gestellt. Was ich da so alles erlebe, wie ich es handhabe, wie es funktioniert usw. lasse ich Stück für Stück in meine Blog-Artikel fließen, vereint mit meinem Wissen als Coach und was – Stichwort Theorie und Praxis! – die Realität so dazu sagt…J

Jeder, der eine Familie hat, weiß, wie turbulent es zugehen kann. Es kommen die Entwicklungsschübe der Kinder, ihre Trotzphasen, oder die Pubertät hinzu. Und oft kommt dann alles zusammen. Im Alltag – oder eben im Urlaub!

Denn nach einer langen und anstrengenden Zeit war es für uns wirklich höchste Zeit für einen Urlaub!

Aber es sollte nicht irgendeiner werden! Nach vielen Jahren stand mal wieder ein „Familien-Urlaub“ an. Oma, Opa, Tante, Onkel und 2 Cousins. Vom Eintreffen der einzelnen Familienmitglieder her zeitlich zwar etwas versetzt, mit einer Woche Überschneidung, ging es gemeinsam auf die sonnige Insel Fuerteventura. J

Natürlich muss aufeinander Rücksicht genommen werden, wenn man als Gemeinschaft verreist oder lebt. Aber das geht wunderbar, wenn die Belange jedes einzelnen respektiert werden und jeder bereit ist, Kompromisse ein zu gehen. Soweit die Theorie – und im Folgenden Erlebnisse aus der Praxis! J

Angedacht war, dass wir Mamas auch mal bisschen Freizeit haben, etwas Sport machen können usw.

Zugegeben: Es gab etliche Tage, da hab ich es nicht einmal geschafft, mich auch nur zum Ausruhen auf eine Liege zu legen, aber immerhin habe ich es doch jeden 2. Tag zu einer Stunde Sport gebracht! J

Die Kinder gut versorgt bei Oma und Opa, später bei Tante und Onkel, so konnte ich nach Jahren

auch mal wieder mit meiner Schwester gemeinsam eine Kurs-Stunde besuchen.

 

Während mein Sohn aus dem Wasser nicht mehr raus zu bringen war, bis auf einen Besuch in der Pool Bar um neue Energie zu sammeln, war mein großer Neffe sofort mit einem netten Mädchen verschollen 😉 Mein kleinerer Neffe gesellte sich in regelmäßigen Abständen zu meinem Sohn.

Schwupps waren beide hin und wieder mit anderen Kids verschwunden.

Aber… keine Sorge, sie tauchten immer wieder aus irgendeinem Eck hervor J

Meiner Tochter gefiel es am Pool zunehmend besser und sie imitierte fleißig die Aqua Fitness Übungen…(echt süß) – und so hat jeder sein „Ding“, seine Art sich zu bewegen oder zu entspannen, gefunden.

Ernährung im Urlaub: Wie die Ernährung unser Verhalten mit beeinflusst, durfte ich zum Ende des Urlaubs mal wieder hautnah miterleben.

Klar, bei diesem tollen reichhaltigen Buffet im Hotel fand jeder etwas nach seinem Geschmack. Unsere Kinder jedoch meist nur Nudeln, Pommes und Eis mit Gummibärchen und Limo oder „Zucker-Saft“… zum Leidwesen der Mütter. Bei „All-In“ mit freiem Zugriff auf Fastfood, Süßes und Co. haben wir Mütter nur noch bedingt Kontrolle über das, was sich der Nachwuchs alles so einverleibt.

Konsequenz: Mein Sohn war total überdreht – um es in einem Wort zu formulieren.

Zuhause wieder ankommen, ist das Essen für meinen Sohn ja schon fast ein Kulturschock 😉

auch meine Kleine muss langsam wieder „entsüßt“ werden. Denn die südländischen Säfte sind unglaublich übersüßt, auch das Eis war beinah ungenießbar süß. Die Kinder fanden das natürlich super.

Somit „kämpfe“ ich jetzt damit, meine Sprösslinge langsam wieder an eine gesunde Kost heran zu führen. Wie ich das mache, was ich mir da alles so einfallen lasse, schreibe und zeige ich Euch später in anderen Blog-Artikeln.

Wie nach jedem Urlaub, heißt es dann erstmal Wäsche waschen, alles wieder verräumen und langsam im Zuhause ankommen. Bei mir stand dann noch die Geburtstagsfeier des Großen sowie Nachfeiern von meiner Kleinen (die hatte im Urlaub Geburtstag) an. Also, volles Programm.

Wie es dann auch so ist, fiebert die Jüngste immer wieder und hängt in den Seilen. Denn die Backenzähne kommen grad alle nach und nach durch. Das macht die Nächte aktiv und fördert den Wäscheberg. 😉

 

Ach ja, einen Job habe ich ja auch noch!

Hätte ich ja fast vergessen bei all den Geschehnissen.

Wenn meine Kinder im Kindergarten und Krippe versorgt sind, arbeite ich derzeit noch Teilzeit im Büro.

 

Was soll ich sagen? So leid es mir tut, und so gern ich Blogs geschrieben hätte, ich war voll eingespannt.

Aber natürlich werden in Zukunft wieder fleißig Artikel folgen, zu sämtlichen Themen rund um die Familie, damit es ihr gut geht und sie gesund bleibt. Selbstverständlich dürfen auch Ideen und Spielanregungen für die Freizeit nicht fehlen!

 

In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn Ihr mir ein Like gebt und meine Facebook-Seite hin und wieder besucht.

Bis dahin

alles Liebe

Eure Karolin Noll

P.S: Hinterlasst mir doch Kommentare, wie es Euch so ergeht, wie Ihr Euren Urlaub gestaltet, bzw. ob Ihr auch „Großfamilien-Urlaub“ macht und welche Erfahrungen Ihr damit habt. Würde mich freuen! :)

 

Schwere und anstrengende Lebensphasen – Stress umkehren

Schwere und anstrengende Lebensphasen – Stress umkehren

Anstrengende Situationen, schwere Lebensphasen:
Wie „dreh’ ich den Stress um“?

Jeder von uns kennt Phasen, in denen wir uns erschlagen fühlen von dem, was alles noch zu tun ist.

Da Kinder sehr sensibel sind, prima Antennen haben und unsere Gemütslagen sehr gut wahrnehmen können, reizen sie diese Situationen natürlich oftmals aus und versuchen, dabei ihre Chance zu nutzen: Ausgekocht wie sie sind, hoffen und spekulieren sie darauf, mehr zu dürfen – z.B. Fernsehen schauen –, „weil Mama ja Ihre Ruhe braucht“ um „Erwachsenen-Kram“ zu erledigen.

…Und schon hat der eh’ schon vorhandene Stress nochmal ein Sahnehäubchen oben drauf bekommen!

 

Wie rette ich als Elternteil solch eine Situation bzw. wie handhabe ich es, damit es gar nicht zu einer Stress-Eskalation kommt?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass solche Situationen dafür prädestiniert sind, dass wir unsere Kinder anschreien, sie zurechtweisen oder in irgendeiner Weise zu Unrecht „anfahren“.

Danach fühlen wir uns als Mama oder Papa schlecht… denn eigentlich können unsere Kinder ja nichts dafür!

Gerade wir Mütter zerfleischen uns mit Selbstvorwürfen, was den inneren unbewussten Stress noch erhöht…

Das ist so ein klassischer Strudel, aus dem nur schwer wieder raus zu kommen ist!

 

Was also mache ich in so einer „schweren bzw. anstrengenden Phase“?

Ich gehe in diesen Momenten in mich und halte kurz Inne. Schaue meine Kinder an und gehe ins Gefühl. So kitschig es sich auch anhören mag! Aber die Liebe zu den Kindern lässt vieles so nichtig und unwichtig erscheinen. Da ist es egal, oder der Wäscheberg heute oder morgen gefaltet wird.

Durch die Kombination von Innehalten (bei mir sein) und der Gefühlsebene (Liebe zu meinen Kindern) gewinne ich die Ruhe, besonnen mit der Situation umgehen zu können.

Ich versuche, mich zu zentrieren und das zu erledigen, was mir möglich ist und das andere liegen zu lassen. Auch ohne inneren Druck, ich müsste aber noch…. Nein, eins nach dem anderen. Ich versuche weiter im Hier und Jetzt zu bleiben. Mehr als eins nach dem anderen tun geht sowieso nicht. Noch habe ich es nicht geschafft, mich zu duplizieren! Somit Ruhe bewahren und stolz auf das sein, was man geschafft hat. Positiv denken!

 

Hier nochmal in der Zusammenfassung meine 3 Tipps:

– Innehalten und in mich gehen (bei mir sein)

– in die Gefühlsebene wechseln (schaut in Eure Kinder rein)

– positiv denken

 

Für diejenigen, die vielleicht enttäuscht sind, dass es „nur 3 Tipps“ waren, möchte ich Folgendes anmerken.

Ich weiß, jeder von uns möchte so viel Input wie möglich auf einmal und am besten DAS Patentrezept schlecht hin bekommen.

 

Meine Erfahrung ist: Selbst wenn wir alle Informationen auf einmal bekommen – wir können diese aber nicht alle auf einmal umsetzen! Vor allem sie nicht wirklich in unser Leben integrieren und verinnerlichen.

Daher gibt es bei mir immer kleinere Häppchen, damit diese eine Chance haben, in Euch zu wurzeln, und dann wachsen und gedeihen zu können.

 

Denn selbst diese 2 oder 3 Tipps sind allein für sich genommen schon große Themen. Daher werdet Ihr in meinem Blog garantiert noch öfters auf sie stoßen.

Denn auch die Wiederholung hilft beim Verwurzeln 😉

 

In diesem Sinne

wünsche ich Euch trotz Stress viel Ruhe und Liebe mit Euren Sprösslingen.

 

Alles Liebe

Eure Karolin