Das Leben ist wie es ist, – oder was wir daraus machen! – Teil 2

Das Leben ist wie es ist, – oder was wir daraus machen! – Teil 2

Teil 2: Bewegung & Entspannung

Wie in meinem letzten Artikel angekündigt, hier der 2. Teil für die kleine Reihe, wie wir die Entwicklung unseres Lebens selbst bestimmen bzw. beeinflussen können.

Von Klein auf, war ich schon immer jemand, der sich gerne bewegt hat. Es gab und gibt aber auch immer wieder Zeiten, wo uns das aus „zeitlichen“ oder gesundheitlichen gründen nicht immer so möglich ist.

Wenn wir uns in den jeweiligen Phasen beobachten und in uns hineinfühlen, können wir große Unterschiede war nehmen, wie es uns der jeweiligen Zeit geht!

Wenn wir ehrlich sind, sind wir glücklicher, ausgeglichener und gesünder, in den Phasen, in denen wir uns regelmäßig die Zeit nehmen uns zu Bewegen. Am besten in der Sportart, die Dir am meisten Freude bereitet, damit ist der positive Effekt noch höher.

Man kann Bewegung aber auch noch ganz anders einsetzen! Da unser Gehirn die Schaltzentrale unseres Körpers ist, inklusive der Emotionen, können wir die Bewegung gezielt nutzen, um Impulse an unser Gehirn zu leiten, damit Veränderungen geschehen können.

 

Dazu hier mal ein kleiner Einblick:

Bewegung ist der Schlüssel zu Deinem Bewusstsein, der direkte Draht zu Deinem Gehirn, von dem aus alles gesteuert wir in Deinem Körper!
Allein das ist schon ein guter Grund sich täglich zu bewegen! Durch gezielte Übungen wie ich sie in meinen Beratungen als Evolutionspädagogin einsetze, lässt sich individuell noch viel mehr bewegen.

Wir erhalten dadurch direkten Zugang zu unseren Emotionen, Erinnerungen wie Blockaden und können dadurch gezielte Impulse setzen.

Aber schon alleine das ganz normalen „aktiv“ sein, sich bewegen in der Natur, mit den Kinder auf dem Spielplatz toben usw. sind wichtig und hilfreich um unsere Emotionen im Einklang zu halten und körperlich wie geistig lebendig, flexibel und klar zu sein.
Somit sind wir mitten in unserer Kraft im Einklang mit uns selbst und können voller Tatendrang und Geradlinigkeit gelassen und ruhig durch den Tag gehen. Unabhängig von Stress, Termindruck und sonstigen Einflüssen, die uns sonst eher mal aus der Bahn werfen.

Kinder sind von Natur aus lebendige Lebewesen. Sie hüpfen, klettern, balancieren auf allem was ihnen in den Weg kommt. Leider werden die Kinder heutzutage immer mehr in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkt. Sei es am Mangel von geeigneten Möglichkeiten, den Verlockungen von den Medien, wie Spielekonsolen usw. bis dahin, das wir als Eltern unsere Kinder dazu ermahnen ruhig zu sein, doch still zu stehen, da sich herum zu klettern und herum zu hampeln nicht gehöre…

Doch Kinder, die sich viel bewegen, betreiben eine natürliche Vorbeugung gegen Lernstörungen!

Hiermit fordere ich alle Eltern auf, lasst Eure Kinder hüpfen, springen turnen und macht dabei mit, anstatt sie zu ermahnen!!! Neben den erwähnten positiven Eigenschaften, die sich dadurch ergeben für Groß und Klein, stärkt das auch noch die Mutter-Vater-Kind Bindung!

 

Einfach bewegen:

In erster Linie ist gar nicht so wichtig was Du machst, sondern dass Du was machst!

Im Tun ist der Schlüssel verankert um Tore zu öffnen! Das gilt für alle anderen Bereiche auch.

Einfach bewegen ist ein guter Einstieg um überhaupt mal wieder in Bewegung zu kommen. Dem Körper wieder das Gefühl näher zu bringen, wie es sich anfühlt in Aktion zu sein und wie gut es ihm tut. Dadurch kommen auch wieder sämtliche Prozesse in uns in Gang. Die Lebensgeister, der Spaß, die Freude, das Glücksgefühl, wie die Konzentration und Leistungsfähigkeit werden wieder aktiviert und anschließend gestärkt.

 

Eine gute Übung, um unser Gehirn in Schwung zu bekommen, ist:

Die Dennison-Lateralitäts-Bahnung – die einfache Überkreuzbewegung

Diese Übung bringt unsere Gehirnhälften wieder in Einklang. Somit können beide Gehirnhälften wieder gleichzeitig arbeiten. Kreativität und Logik können wieder gemeinsam genutzt werden, Sehen, Hören und Denken ist wieder möglich.

Diese Übung ist gut vor geistigen Arbeiten, auch für Kinder vor dem Lernen, den Hausaufgaben usw. Sie fördert unsere Leistungsfähigkeit und Konzentration wie unser Körpergefühl.

 

Übungsablauf:

– stelle Dich aufrecht und entspannt hin, die Arme hängen locker an den Seiten herunter

– hebe dann das rechte Bein und berühre das Knie mit Deiner linken Hand

– zurück in die Ausgangsposition und dann mit der andere Seite

– hebe Dein linkes Bein und berühre das Knie mit Deiner rechten Handfläche

– wiederhole dies abwechselnd ein paar mal

 

Überkreuzbewegung - Gehirnhälften verknüpfen

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: Kinesiologiekarten – Übungen für Kinder von 1 bis 8 Jahren

 

Was ist Dein Sport?

Hast Du früher eine Sportart ausgeübt oder hast Du eine heimliche Leidenschaft?
Was kommt Dir spontan in den Sinn? Egal was es ist, mach es! Lass den Zauber wirken!
Lass Deinen Inneren Schweinehund links liegen und Zeig ihm, wer der Chef in diesem Körper ist 😉

In diesem Sinne – mach worauf Du Lust hast, was Dir Freude bereitet. Wenn Du das dann auch noch an der frischen Luft und in der freien Natur machen kannst, perfekt!
Falls Du Kinder hast, tob mit Ihnen herum, lass Dein eigenes inneres Kind frei, genieße Deine neu gewonnene Freiheit! Das Leben ist ein großer freier Spielplatz. Nutze Ihn!

 

Entspannung:

Sich Ruhezeiten, ja vielleicht sogar Ruheoasen zu gönnen, wird häufig noch unterschätzt. Selbst in Zeiten des immer populäreren „im Jetzt leben“, sich in „Achtsamkeit“ üben und das Meditieren als festen Bestandteil in seinen Tagesablauf zu integrieren, fällt es vielen schwer einfach mal los zu lassen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns immer gleich wieder zu viel vor nehmen. Nicht jedem liegt das meditieren oder andere Entspannungstechniken. Es muss auch nicht immer so „kompliziert“ oder „aufwendig“ sein.

Einfach mal tief durchatmen, kurz Inne halten, oder sich eine kleine Auszeit gönnen und in Ruhe eine Tasse Tee trinken, ein paar Zeilen lesen. Oft sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung entfalten können. Dazumal sich dies auch mit Kind umsetzen lässt.

Seitdem ich mir diese „Auszeiten“ gönne, trotz meiner 2 Kinder um mich herum, geht der Alltag viel einfacher. Liebe Mamas da draußen, ich kenne diese Einwände, wieso weshalb das mit den ruhigen Momenten nicht geht. Aber glaubt mir, wenn Ihr für Euch in Euch klar seid, werden das Eure Kleinen und Großen akzeptieren.

Genießt dann den Moment der Stille, schöpft neue Kraft und Ruhe, danach geht es gelassen und gestärkt weiter durch den Tag!

Das selbe gilt auch für den Berufsalltag, auch hier ist es wichtige sich solche Auszeiten zu „gönnen“!

 

Tipps für die „schnelle“ Entspannung:

Shao-ze (Der kleine Moorsee) – Bei Stress und innerer Unruhe.

Vorteil dieser Technik ist, wir können Sie überall und unauffällig anwenden!

– Der Punkt befindet sich an der Außenseite des kleinen Fingers direkt unterhalb vom Nagel.

– Streiche mit einer Fingerspitze in rascher Folge (100 – bis 120 mal pro Minute) von innen nach außen.

– Der Druck sollte stark genug sein, um die unter der Haut liegenden Nerven zu reizen.

– Wiederhole die Übung an der anderen Hand.

 Shao-ze_der kleine Moorsee

 

 

Emotionale Stressreduktion – sich Erden:

Nehme eine angenehme, Dir bequeme Position ein. Das kann ein Stuhl sein, oder was gerade zur Verfügung steht. Notfalls geht es auch im Stehen. Wichtig ist, sich paar Minuten Ruhe zu gönnen.

Lege eine Hand auf die Stirn und die andere in Deinen Nacken.
Atme dabei mehrmals tief ein und aus.
Mache diese Übung so lange, bist Du spürst wie die Ruhe einkehrt und es Dir gut tut.

 

Erden - EntspannungBildquelle: Kinesiologiekarten – Übungen für Kinder von 1 bis 8 Jahren

 

Die 3 vorgestellten Übungen könnt Ihr alle auch wunderbar mit Euren Kindern zusammen praktizieren. Auch sie werden davon profitieren! Probiert es aus!

Achtet Ihr bereits auf Bewegung wie Entspannung in Eurem Tagesablauf?
Hättet Ihr gerne Anregungen, wie Ihr dies für Euch und Eure Kinder integrieren könnt?
Bitte kommentiert fleißig! Danke :-*

Schreibt es mir!

Ich freue mich darauf von Euch zu lesen :-)

Zu guter Letzt!

Meine Tipps und Anregungen sind nicht dafür bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder vorzubeugen. Sie dienen lediglich der Information, diese ersetzen jedoch keinen Arztbesuch!

Alles Liebe

Eure

Karolin

PS.:

Wenn Euch der Artikel gefallen hat, würde ich mich über ein „Like“ meiner Facebook-Seite freuen. Tragt Euch am besten auch gleich in meinem Newsletter ein, damit Ihr in Zukunft keinen Artikel mehr verpasst..

 

 

 

 

Das Leben ist wie es ist, – oder was wir daraus machen! – Teil 1

Das Leben ist wie es ist, – oder was wir daraus machen! – Teil 1

 Teil 1: Einleitung und Allgemeine Tipps

Dieser Artikel liegt schon seit August 2016 in meiner Schublade, doch zur Veröffentlichung ist es dann nie gekommen. (Wahnsinn wie die Zeit verfliegt!) Aber ich kann Euch sagen, er ist noch immer genauso Brand aktuell wie damals.

Manchmal will das Schicksal einfach nicht von uns weichen…

Was Euch wiederum zu Gute kommt, da ich den Artikel mit meinen Erfahrungen und meinem Umgang mit den Herausforderungen in meinem Leben im 3. Teil ergänzt habe.

Da der Artikel schon in seinem Ursprungszustand sehr lang war, werde ich aus Ihm einen Mehrteiler machen. Also freut Euch darauf, in angenehmen Happen, weitere Anregungen von mir zu erhalten, wie Ihr trotz „schweren Zeiten“ gut durch Euer Leben kommt.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch viel Freude beim Lesen und Umsetzen von Teil 1!
Schreibt mir Eure Erfahrungen, ich freue mich von Euch zu hören. :-)

Jeder kennt Höhen und Tiefen, einfache und schwierige Zeiten in seinem Leben.
Immer wieder begegnen uns Herausforderungen welche unser Leben prägen und uns wachsen lassen.
Doch sind da auch diese einfachen schönen zauberhaften Momente die wir erleben dürfen. Wunder des Alltags, der Natur, Erlebnisse mit Freunden, Familie und unseren Kindern.

Oft plagen wir uns selbst, machen uns unnötig das Leben schwer, in dem wir meinen uns mit anderen vergleichen zu müssen. Warum hat er/sie was ich nicht habe, wieso läuft bei denen alles so rund und scheinbar mit Leichtigkeit und bei mir alles so zäh, warum hat er/sie Erfolg und ich nicht? Um nur mal paar Beispiele zu nennen.

Ja, wieso ist das so? Oder vorne weg, wieso quälen wir uns mit so was?
Da geht es uns schon schlecht und wir hauen selbst noch eines oben drauf.
Haben wir alle eine versteckte sadistische Ader? Liegt das in der Natur Mensch?
Wobei, es scheinen nicht alle zu haben, oder doch? Können die es nur besser verbergen?

Um eines gleich mal vorneweg zunehmen. Jeder kennt dieses hilflose Gefühl, diese scheinbar ausweglose Situation in der man gerade zu stecken scheint und das gefühlt bei den anderen alles „perfekt“ läuft. Egal, wie erfolgreich, gesund, glücklich jemand zu scheinen mag, jeder hat etwas in seinem Leben, was für IHN nicht optimal verläuft. Jeder hat seine Schattenseiten, in seinem „Gefühls-Leben“. Ja, das Leben wird durch unsere Gefühle geprägt und gesteuert, was genau die Hürde zu seien scheint, die uns das Leben manchmal so schwer zu machen vermag.

Was ist die Kunst, das manche diese Hürden mit scheinbarer Leichtigkeit überwinden und andere darin zu versinken drohen? Die Einstellung zum Leben und zu sich selber, wie sich nicht zum Sklaven seiner Emotionen machen zu lassen.

Aber wie macht man das? Leichter gesagt als getan, zumindest wenn man selber gerade mitten drin steckt. Aber ich verspreche, es gibt Hoffnung!

Wer meinen Blog verfolgt, sieht, das auch bei mir viele Hürden zu bewältigen sind.
Im Dezember 2015 habe ich bereits einen Artikel über schwierige Zeiten aus meinem Leben veröffentlicht und angekündigt, dass noch weitere privatere Einblicke folgen werden….

Auch bei mir scheinen die schweren Zeiten nicht abbrechen zu wollen. Ständig stellen sich neue Hürden in mein Leben. Um manchen Herausforderungen gerecht werden zu können, benötigt es einen Rückzug, um zu sich selbst zu finden bzw. sich neu ausrichten zu können.

Das ist mit einer der Gründe, warum es so still war/ist um Wohlgefühl Familie und mich als Coach.
Meine Familie und mein Leben nehmen mich mal wieder voll in Beschlag, auf allen Ebenen des Seins.

Ein langer Weg mit vielen emotionalen Hürden, wie gesundheitlichen Schicksalsschlägen bei mir, wie bei meinen Kindern liegen hinter mir. Die Nachwehen sind noch deutlich spürbar und der Weg der Gesundung ist noch im vollem Gange.

Immer wieder werde ich gefragt, wie schaffe ich das alles, woher nehme ich meinen Optimismus, meinen Kampfgeist. Das Zauberwort heißt „Vertrauen“! Ich vertraue darauf, dass alles was mir in meinem Leben widerfährt einen Grund hat, auch wenn ich diesen nicht sofort zu erkennen vermag.

Und ja, natürlich fällt es mir nicht immer leicht, auch ich hab Momente des Zweifelns, ist nicht irgendwann mal genug? Aber ziemlich schnell ist mir klar, Nein. So lange ich gewisse Hürden, Schicksalsschlägen, Tiefschläge brauche um wachsen zu können, werde ich diese haben, bis ich daraus gelernt habe, was es zu lernen gibt.

Dazu glaube ich für mich an eine schöne Zukunft und Gedanken werden zur Wirklichkeit. Ich kann Euch nicht sagen, woher ich trotz all den Zweifeln, die ich natürlich auch kenne, den Glauben nehme. Aber tief in mir ist etwas, dass mir immer wieder sagt, alles wird gut werden!

In diesem Sinne möchte ich Euch hier ein paar Möglichkeiten zeigen, wie Ihr Euch dabei unterstützen könnt, wieder auf die Beine zu kommen. Ich selbst wende diese je nach Bedarf erfolgreich an.

 

Allgemeine Tipps:

 

– Verändere Deinen Blickwinkel

Versuche Dein Leben, Deine Situation mal von einer anderen Seite zu betrachten.
Stell Dir vor Du sitzt im Kino und darfst auf einen Abschnitt aus Deinem Leben schauen.
Was siehst Du alles? Wen siehst Du alles? Wie sind die Emotionen der anderen?
Wie fühlt es sich für Dich an, die Situation von Außen zu betrachten?

Genauso gut kannst Du Dir Deine Umstände mal durch die Augen eines Anderen betrachten. Vielleicht durch die Deiner, Kinder, Deines Partners usw.

Wie fühlt sich das für Dich an? Hat sich was für Dich verändert? Wenn ja, was?
Wenn Nein, gehe weitere Möglichkeiten durch. Horche und fühle in Dich hinein.
Vertraue Dir und folge Deinem erstem Impuls!

 

– Hör auf Dich mit anderen zu vergleichen!

Du bist Du und das ist gut so! So wie Du bist, bist Du genau richtig.
Nehme Dich und Dein Leben an, auch die Tiefen! Ablehnung verschlimmert nur noch alles!

Jede Herausforderung will und kann gemeistert werden. Wenn Du das Gefühl hast, es nicht alleine zu schaffen, oder einfach gerne Unterstützung hättest, dann bitte um Hilfe. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der Dir unter die Arme greifen kann. Das annehmen von Hilfe ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eines von Stärke!

Alleine das Gefühl nicht alleine mit den „Problemen“, Krisen usw. da zu stehen ist schon eine Erleichterung und kann bereits weiter helfen. Gemeinsam ist alles einfacher!

 

Hinterlasst mir doch Kommentare, wie geht Ihr mit schwierigen Zeiten um? Was habt Ihr für Tricks um Euer Leben zu meistern?

Schreibt es mir!

Ich freue mich, von Euch zu lesen :-)

Zu guter Letzt!

Meine Tipps und Anregungen sind nicht dafür bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder vorzubeugen. Sie dienen lediglich der Information, diese ersetzen jedoch keinen Arztbesuch!
Alles Liebe

Eure

Karolin

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Unsere Kinder, unsere Heiler

Unsere Kinder, unsere Heiler

Die meisten dürften mittlerweile davon gehört haben, dass Kinder eine weitaus höhere Wahrnehmung haben, als das bei Erwachsenen der Fall ist. Es wird inzwischen vermutet, dass 98% der Kinder als hochbegabt geboren werden. Doch gerade einmal 2 % verlassen das Schulsystem noch als hochbegabt. Ich kann das durch meine persönliche Wahrnehmung insofern bestätigen, als dass die Feinfühligkeit und Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder noch viel tiefer reichen, als allgemein angenommen. Dies zeigt sich häufig in meinen Behandlungen mit Kindern. Von Geburt an bringen Sie bereits ihre vollständige Persönlichkeit und Bestimmung mit. Sie sind jedoch nicht nur mit Allem ausgestattet, was sie brauchen, sondern wirken auch als Heiler der Erwachsenen.

Unsere inneren, energetischen Wunden, psychischen Verletzungen und Traumatisierungen tragen wir in den ungelösten Fällen, was mehrheitlich in unserer Gesellschaft der Fall ist, als gespeicherte, verhärtete und abgespaltene Energie in unseren Chakren. Das kann auch als abgespaltene Seelenanteile bezeichnet werden. Diese inneren Wunden und Anteile haben wir teilweise so weit bis zur Unkenntlichkeit entfremdet und vergessen, dass sie einerseits nicht mehr als unser eigen zu erkennen sind und andererseits in uns eine Art Eigenleben führen. In Albträumen werden wir beispielsweise noch an diese Wunden und Anteile erinnert und von ihnen eingeholt. Unsere Kinder haben häufig innere Wunden in ihrem Energiesystem, die sie einerseits aus eigenen Erfahrungen davontragen und andererseits von ihren Eltern übernehmen.

In meiner Wahrnehmung gleichen Wunden, die durch traumatische Erlebnisse entstanden sind und keinen Raum der Heilung bekommen, eher festen Körpern, die unsere Lebensenergie darin verschließen. Die Wunden, welche die Kinder von ihren Eltern übernehmen, sind in den Kindern weich und fließend. Sie bedürfen im Vergleich zu den verhärteten Wunden der meisten Erwachsenen nur wenig Aufwand, um im Kind vollständig in die Heilung zu kommen. Wie über ein feines Netz sind beide Wunden, sowohl die der Eltern als auch die des Kindes, miteinander verbunden. Die Eltern sind von den Wunden, die ihre Kinder übernommen haben, jedoch keineswegs befreit. Viel eher mache ich regelmäßig die Erfahrung, dass die Kinder diese Wunden übernehmen, um sie den Eltern wieder zugänglich zu machen. Auf diese Weise fungieren die Kinder als das, was in der Literatur häufig als „Spiegel“ bezeichnet wird. Dies geschieht scheinbar, damit die Eltern ihre eigenen Wunden bzw. ihre abgespaltenen Anteile wieder erkennen, annehmen und heilen können, insofern sie denn bereit dafür sind.

Häufig stehen bei einer Behandlung eines Kindes die Wunden seiner Eltern weit mehr im Vordergrund als die des Kindes. So ist vielen Kindern eine Wunde der Eltern erstaunlicherweise deutlicher im Bewusstsein als eine eigene. Lässt man die Wunden der Eltern unbehandelt oder gibt den Kindern nicht den erforderlichen Raum der Heilung, so werden auch diese Wunden wie die eigenen abgespalten und verhärten im Laufe der Zeit im eigenen Energiekörper. Wenn wir das vollständig begreifen und unseren Kindern den Raum geben, den sie brauchen, um solche Prozesse durchführen zu können, erlauben wir den Kindern den Erwachsenen beim Bewusstwerdungsprozess zu helfen und zu einem gewissen Grad die Wunden der Eltern zu transformieren und zu heilen. Wenn wir ihnen das Vertrauen geben, dass richtig ist, wer sie sind und was sie tun und wir uns als Erwachsene zurückhalten und nicht permanent in dem „Erziehungsprozess“ eingreifen, dann können unsere Kinder einen großen Beitrag für uns leisten.

Bei meiner Tätigkeit mit Kindern zeigt sich häufig, dass es helfen würde, wenn sich die Eltern ebenfalls in Behandlung begeben würden. In der Regel handeln die Eltern in Fürsorge, indem sie ihre Kinder in Behandlung geben, um ihnen auf diese Weise bestmöglich zu helfen. Die Eltern selbst gestehen sich den Raum ihrer eigenen Heilung jedoch oft nicht zu und tragen ihre Wunden, die in ihrem Energiesystem gespeichert sind, weiter mit sich herum. Eltern, die ihre eigenen Wunden behandeln lassen und heilen, würden zu einer Entlastung ihrer Kinder beitragen. Die Kinder müssten nicht länger das Leid, die Trauer und den Schmerz der Erwachsenen übernehmen, da die Erwachsenen frei davon und in ihrer Liebe wären. Als Konsequenz sollte man im Heilungsprozess nicht nur bei den Kindern, sondern bei jedem einzelnen von uns selbst ansetzen. Wir als Erwachsene sollten lernen, bewusst und in der Rolle eines Beobachters mit unseren Kindern umzugehen. Damit meine ich, dass man den Blick immer nach innen wenden sollte, auch, und erst recht dann, wenn das Kind einen „mal wieder auf die Palme bringt“ und man sich nicht mehr in der Liebe zu sich selbst und zu seinem Kind befindet. Denn unsere Kinder sind unsere Heiler.

-Eure Diana Hellers-

 

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Bist Du auch etwas Besonderes?

Bist Du auch etwas Besonderes?

Gibt es das, besondere Menschen? Oder sind unsere Kinder vielleicht etwas Besonderes? Diese und ähnliche Fragen haben sich schon der ein andere gestellt. Was macht einen besonderen Menschen aus? Wer definiert was besonders ist? Sind wir nicht alle auf unsere weiße etwas besonderes?

Besonders nett, besonders schwierig 😉 , besonders eigen, besonders hübsch, besonders kreativ, besonders chaotisch usw.

Wer Kinder hat, oder auch in einer Beziehung ist, weiß, wie wechselhaft die Qualitäten der Tage sein können. Manchmal sind sie wunderschön, entspannend, inspirierend. An anderen Tagen wiederum besonders kniffelig und herausfordernd. Vielleicht auch mit besonders negativen Gefühlen behaftet.

Wie auch immer. Schöne Tage geben uns Kraft, lassen uns das Leben genießen. Schwere, anstrengende Tage mit Hürden und Herausforderungen lassen uns wachsen. Zeigen uns auf, an welchen Stellen wir noch Defizite haben.

Gerade Partner und Kinder sind hervorragende Spiegel um uns zu zeigen, an welchen Baustellen wir an uns noch arbeiten sollten. Doch was machen wir? Wir bewerten unsere Partner, Kinder für Ihr Verhalten anstatt zu hinterfragen, warum wir auf dieses oder jenes Verhalten so reagieren bzw. wieso sich unser Gegenüber so verhält oder reagiert.

Sind dann unsere Kinder besonders schwierig, besonders nervig?
Unser Partner mal wieder besonders unmöglich?
Oder sind wir besonders empfindlich, besonders gereizt?

Wir neigen dazu, immer alles ins Extreme zu ziehen. Es immer schlimmer, schlechter oder auch größer, besser erscheinen zu lassen in einem Moment, als es eigentlich ist.

Warum brauchen wir diese Extreme? Brauchen wir sie wirklich? Steckt es in uns, dieser Wunsch, etwas besonderes sein zu wollen? Machen wir daher andere gerne schlechter als sie sind, um uns in diesem Moment besser da stehen zu lassen? Oder einfach nur um zu überspielen, das unser Gegenüber vielleicht gar nicht so unrecht hat? Bzw. eher, weil wir es uns nicht eingestehen wollen, dass nicht der andere etwas falsches gesagt oder getan hat, sondern der Wahre Kern für unsere Reaktion in uns selber liegt?

Allem voran sind unsere Kinder hervorragende Spurenleser, wenn es darum geht, die Fährte auf zu nehmen zu unseren noch verborgenen Wunden, Glaubenssätzen und Blockaden. Da unsere Kinder es grundsätzlich gut mit uns meinen, streuen sie auch regelmäßig schön Salz in diese Wunden, um uns stetig daran zu erinnern, das es da noch eine Hausaufgabe zu erledigen gibt, von der wir evtl. noch gar nicht wussten, dass wir diese auf haben, oder diese nicht sehen wollen.

Diese Tatsache ist ein Geschenk das wir erhalten. Ein Gewinn für unsere Persönlichkeitsentwicklung, sofern wir dies erkennen und auch bereit sind anzunehmen!

Hin zur Eigenverantwortung, weg von der Bewertung, vor allem gegenüber anderen!

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünscht für diese Welt.
Gandhi

Dieser Satz hängt bei mir im Wohnzimmer um mich in schweren Zeiten daran zu erinnern, dass egal was es gerade ist, ich diejenige bin, die es verändern kann und ein Statement darstellt, für jeden der uns besuchen kommt, wie ich über das Leben denke.

Alles ist wandelbar, sei Du der Pendel der es in Bewegung bringt!

Wenn ich möchte, dass sich etwas in meinem Umfeld, in der Welt verändert, muss ich als erstes damit bei mir beginnen!

Nun aber zurück zum Anfang dieses Artikels.

Für viele sind die bevorstehenden Tage etwas besonderes. Das Osterfest steht vor der Tür. Die Christen feiern die Auferstehung Jesu von den Toten. Tage der Besinnung, Gedanken tun sich auf über die Vergänglichkeit wie Schönheit des Lebens. Die Familien rücken etwas näher zusammen und genießen die Zeit in der trauten Familie, während die Kinder freudig Ihre Eier und Schokoladen Hasen suchen und mit strahlenden Augen Ihre Fundstücke präsentieren. Diese kleinen Momente im Leben, erwecken in uns wieder das Gefühl für die Besonderheiten im Leben. Für Momente, Situationen, Menschen und Ereignisse die in unser Leben treten und uns dadurch bereichern.

Die Frage, ob Du oder Dein Kind, Dein Partner, wer auch immer etwas Besonderes sind, muss jeder für sich selber beantworten!

Als kleine Inspiration, hier eine Geschichte für Groß und Klein passend für die etwas ruhigeren Tage, zu der Frage: „Sind wir etwas besonderes?“

Ich bin das Licht!: Die kleine Seele spricht mit Gott.

Diese nette Geschichte gibt es als Buch oder CD. Wer sie sich sofort anhören möchte,  oder zumindest reinhören möchte, findet Ihr sie auch auf YouTube.

Alles im Leben ist ein Hin und Her, ein Auf und Ab. Ein Abwegen, der Momente, wie reagiere ich? Wie empfinde ich? Reist mich der Fluss des Lebens mit oder behalte ich darüber die Kontrolle?

Aktion – Reaktion – Hintergründe – Zusammenhänge

Diesen Themen möchte ich meine nächsten Artikeln widmen.

Damit alltägliche Herausforderungen besser verstanden und gemeistert werden können, ihr Euch im Familienleben näher kennen, wie verstehen lernt und dementsprechend agieren könnt.

Nur wer versteht, warum Handlungen, Aktionen geschehen, kann mit diesen konstruktiv umgehen und sich entwickeln, transformieren und seinen Kindern dabei helfen, nicht in die selben Fußstapfen und Verstrickungen zu steigen.

Auf in eine freie, glückliche und selbstbestimmte Zukunft!

In diesem Sinne, bis zu meinem nächsten Artikel.

Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Zeit, genießt die Feiertage und die hoffentlich kommenden Sonnenstrahlen. Solltet Ihr Euch in der Natur aufhalten, Augen auf, vermehrtes Hasenaufkommen ist die nächsten Tage möglich 😉 Passend bei uns sehe ich ständig schöne Hasen über die Felder hoppeln….:-)

Eure

Karolin Noll

PS.: Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare, Fragen, Erfahrungen wie Anregungen. Wenn Euch der Artikel gefallen hat, würde ich mich über ein „Like“ meiner Facebook-Seite freuen. Tragt Euch am besten auch gleich in meinem Newsletter ein, damit Ihr in Zukunft keinen Artikel mehr verpasst..

 
 

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1. Internationalen Online-Bildungskongress für freies Lernen und selbstbestimmte Bildung 2016

1. Internationalen Online-Bildungskongress für freies Lernen und selbstbestimmte Bildung 2016

Hallo

ich freue mich sehr, Dir heute den kostenfreien 1. Internationalen Online-Bildungskongress für freies Lernen und selbstbestimmte Bildung 2016 „Von der Bindung zur Bildung – selbstbestimmt lernen-leben-arbeiten“ vorstellen zu können.

Lena und Michael Busch haben fast 50 Experten zwischen 18 und 73 Jahren aus der ganzen Welt interviewt – Freilerner, Bindungsexperten, schulfrei aufgewachsene junge Menschen, Eltern von schulfreien oder schulfrei aufgewachsenen Kindern, Wissenschaftler, Filmemacher und Regisseure, Lehrer, Vorstand und Vertreter von Verbänden und Communities für freies Lernen – ob mit oder ohne Schule- , Vertreter freier Schulen, Ausgewanderte, Berater, Autoren, Fachleute, Menschen, die sich nach der Schule ihre Bildung selbst zusammengestellt haben, Betreiber offener Lernorte, Online-Unternehmer, Reisefamilien, digitale Nomaden, Vorreiter zu den Themen selbstbestimmtes, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten. Es geht um die großen Fragen, denn Bildung ist viel mehr, als wir oft denken – und sie kommt nicht ohne Bindung aus, aber sehr gut ohne Erziehung. Und sie fängt gaaanz früh an.

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Trifft manches hiervon auf Dich zu oder stellst Du Dir manche dieser Fragen?

  • Du spürst tief in Dir eine Unzufriedenheit mit dem klassischen Bildungssystem?
  • Was bedeutet sich bilden eigentlich heute? Was sich frei bilden?
  • Du fragst Dich, ob es einen Fahrplan durch die Unsicherheit und alte Glaubenssätze und Muster gibt?
  • Du wünschst Dir Bedürfnisorientierung auch im oder nach dem Baby- und Kleinkindalter?
  • Wie hängt das eigentlich zusammen, Bildung, (Nicht-)Erziehung und Beziehung?
  • Du möchtest Bildungsfreiheit statt Schulpflicht?
  • Dein Kind möchte nicht in Kindergarten oder Schule?
  • Wie kannst Du selbst zeit- und ortsunabhängiger leben?

 

Dabei sind  Prof. Peter Gray, Julia Dibbern, Nicola Schmidt, Karen Kern, Dr. Alan Thomas, Katia Saalfrank, Stefanie Mohsennia, Die Nestelbergers, Ben Paul, Anke Caspar-Jürgens, Ka Sundance, u.v.m. bildungskongress.com 

Vom 18. Bis 27. März 2016 kannst du dir alle Video-Interviews online ansehen und das völlig kostenfrei.

Wann und wo Du willst !

Melde dich jetzt kostenfrei an: bildungskongress.com 

Bis bald beim Kongress,

Eure

Karolin Noll

P.S.Beim 1. Internationalen Online-Bildungskongress für freies Lernen und selbstbestimmte Bildung 2016 erfährst Du direkt von Experten jeden Alters, wie selbstbestimmt lernen – leben – arbeiten für Deine Kinder und Dich aussehen kann. bildungskongress.com

 

Online Bildungskongress

 

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Was braucht ein Kind, um glücklich zu sein?

Was braucht ein Kind, um glücklich zu sein?

Vor ein paar Jahren hatten wir mal in meinem Lieblings-Elternforum eine Diskussion; ich glaube, es ging um Erwartungen und Erwartungshaltung oder ähnliches. Einige schrieben, sie erwarten nichts oder wenig, sie wollten „nur, dass ihr Kind glücklich ist“. Logisch, oder? Wollen wir das nicht alle ? Eine jedoch schrieb daraufhin etwas, das sich mir ziemlich eingeprägt hat; widersprach es doch so dem, was ich bisher glaubte: „Ich will, dass Du glücklich bist – ist das nicht die größte Erwartung überhaupt? Was bürden wir dem Kind damit auf?“ Als aufgebürdete Last hatte ich diesen heren Elternwunsch zuvor noch nicht betrachtet.

“Ich will, dass Du glücklich bist! (Dann sei es auch, verdammt noch mal!)”

Inzwischen finde ich es einleuchtend – für wen soll ich glücklich sein, für mich selbst oder für Dich ? Trage ich mit meinem Glücklichsein oder Nicht-Glücklichsein dann nicht auch irgendwie die Verantwortung für Dein Glück ? Glückliche Kinder sind auch eine Beruhigung für Eltern – irgendwie haben wir dann ja wohl doch alles richtig gemacht, oder ? Unserem Kind geht es gut. (Und umgekehrt bei einem unglücklich scheinenden Kind wohl alles falsch !) Gerade bei der „älteren Generation“ erlebe ich es zudem recht oft, dass sie mit einem weinenden („unglücklichen“) Kind nicht gut umgehen können, dass sie das ganz nervös macht. Und na klar, auch uns Eltern verunsichert es, wenn unser Kind „nicht glücklich“ scheint.

Auch kennen wir wahrscheinlich alle den Spruch „jemanden zu seinem Glück zwingen“ – ja auch gerne gebraucht gerade im Hinblick auf Kinder und Jugendliche. Der Spruch beinhaltet, dass es einen gibt, der besser weiß, was „das Richtige“ ist und sich über den anderen erhebt und ja, letztlich auch entsprechende Macht ausübt. Auch „beliebt“ in diesem Zusammenhang (evtl. mit leicht vorwurfsvollem Unterton): „Ich wollte doch nur das Beste für Dich!“ Alles gut gemeint und aus der Liebe geboren – und doch kann dies auch sehr schwierig und belastend erlebt werden und an der eigenen Entfaltung hindern.

Wikipedia schreibst dazu u.a.:

„Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke/lucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke/lücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens anteilige Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt in diesem Sinne außer von äußeren Umständen auch von individuellen Einstellungen und von der Selbstbejahung in einer gegebenen Situation ab.“

Oder philosophisch betrachtet: „Was den antiken Glücksbegriff vom modernen tendenziell unterscheidet, liegt in dem Bemühen der frühen Philosophen, objektive Glücksmaßstäbe zu entwickeln (d. h. äußere Güter oder innere Haltungen des Menschen), aus deren Erfüllung das Lebensglück abzuleiten sei („Erfüllungsglück“), während die moderne Auffassung eher von subjektiven, episodischen Eigenbewertungen der Individuen ausgeht („Empfindungsglück“)“

Also Glück entweder als etwas Unvorhergesehenes, Unbeeinflussbares, oder eben als komplett alleine vom Individuum abhängig und in der Verantwortung eines Jeden selbst („Jeder ist seines Glückes Schmied“ ggf. ergänzt um „aber nicht jeder Schmied hat Glück“ ). Als von außen „objektiv“ messbare und in bestimmte Kriterien einfassbare und damit weniger bedrohliche Größe – oder als völlig subjektives Empfinden. Oder vielleicht auch von allem etwas.

Ich glaube schon, dass „Glück“ hauptsächlich auch Eigendefinition ist – was macht mich glücklich? Womit fühle ich mich gut? Und das ist individuell – was mich glücklich macht, muss für Dich nicht das Gleiche sein. Und es ist veränderlich, kann morgen oder übermorgen ggf. anders sein.

Bleibt die Eingangsfrage: was macht Kinder glücklich? Und was kann ich als Eltern dazu tun?

Verallgemeinern kann man das also aus meiner Sicht nicht. Auch denke ich, dass das teilweise altersabhängig oder auch entwicklungsstufenabhängig ist. Ein Baby oder sehr kleines Kleinkind braucht meine Nähe und ggf. Körperkontakt, alles was die Bindung fördert, zu seinem Glück oder dafür, sich sicher zu fühlen – vielleicht nicht immer, aber doch oft. Ein Kind im Alter bis vielleicht ca. 6 Jahre, das noch fast ausschließlich im Moment, im Hier und Jetzt lebt, da wirkt Glück auch verstärkt als momentaner Zustand, mit dessen Gestaltung ich vieles auch wieder „auffangen“ kann: gerade noch „totunglücklich“, im nächsten Moment „himmelhochjauchzend“. Wenn ich mit meinem Kind über die Wiese hopse, Schmetterlinge beobachte, durch Pfützen wate, wir etwas zusammen tun, woran beide Spaß haben (was ja auch individuell unterschiedlich ist *g*), das sind Momente des Glücks, für uns beide. Je älter das Kind wird, kommen immer mehr Faktoren dazu: das Gefühl von Freiheit oder das tun zu können, was man liebt.

Wir kennen es in unserer Gesellschaft eher so, dass unser Glück/Glücksgefühl (oder vielleicht auch nur das, was wir dafür halten?) oft an äußere Bedingungen gebunden ist, oft auch z.B: an Bewertungen, an Lob, an Geld, daran, ob ich gemocht werde.

So glaube ich schon, dass es Faktoren gibt, die zum Glück eines Kindes beitragen können:

  • Sich sicher fühlen
  • Sich angenommen fühlen
  • Sich gesehen fühlen
  • Sein dürfen, wie man ist
  • Sich selbtwirksam fühlen
  • Sich keine Gedanken darüber machen müssen, wo z.B. das Essen herkommt und ob viel oder wenig Geld vorhanden ist, die eigene Existenz in Frage gestellt sehen
  • Bedingungslos geliebt werden
  • Verlässliche Bindungen und Beziehungen

Was können wir Eltern dazu tun?

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass unsere Kinder uns als verlässlich erleben, als eine Art sicheren Hafen. Ich meine damit nicht, dass wir auf alles eine Antwort wissen müssen, perfekt und tiefenentspannt. Sondern dass sie uns erleben als jemanden, zu dem sie immer hinkommen können, egal mit welcher Freude oder Not, der ihnen hilft eine Lösung zu finden – im besten Falle in sich selbst.Der für sie „da“ ist. Dazu müssen wir hinschauen und zuhören. Die Bedürfnisse unserer Kinder sehen, die heute anders sein können als morgen, und beim Sohn anders als bei der Tochter. Und anders als unsere Eigenen. Achtsam sein, Situationen und Gefühle wahrnehmen. Denn es ist eine Sache, wenn wir sagen „aber ich sehe mein Kind doch, ich nehme es an, so wie es ist! Und natürlich liebe ich es bedingungslos!“ Die Frage ist, ob das auch bei meinem Kind so ankommt, ob es sich denn tatsächlich angenommen oder sicher, wahrgenommen oder gesehen FÜHLT. Vieles kann unser Kind dann vielleicht noch nicht ausdrücken, zumindest nicht verbal, auch da liegt es an uns, ein Gefühl für die feinen Schwingungen zu entwickeln, für eventuelle Dissonanzen in unserer Beziehung. Bindung und Beziehung sind sowieso Dreh- und Angelpunkt des Ganzen. Je nachdem, wie wir selbst aufgewachsen sind, kann das viel Arbeit und Selbstreflexion bedeuten. Eine Anleitung oder einen „7-Schritte-Plan“ gibt es hierbei nicht. Aber unsere Kinder brauchen auch gar keine perfekten Eltern, wir dürfen da gemeinsam wachsen. Und in Kontakt mit unserem Kind bleiben, auch „zugeben“, wenn wir uns geirrt haben oder gerade keine Antwort wissen (“lass es uns gemeinsam rausfinden!”) – oder unsere Meinung ändern. Und auch einfach mal miteinander unglücklich sein dürfen, ein Unglücklichsein unseres Kindes aushalten und es dabei halten und begleiten. Die gesamte Gefühlspalette erleben dürfen. Und auch das ist keine Einbahnstrasse – auch wir selbst müssen kein dauerstrahlender Glückskeks sein, dem die Sonne aus dem Popo und so, na Ihr wisst schon. (Aber wir haben die Verantwortung dafür, Selbstfürsorge zu betreiben oder uns Hilfe zu holen, vielleicht auch mal von Überzeugungen abzurücken, oder was immer nötig ist, wenn Unglück oder Überforderung zum Dauerzustand werden ! Denn sonst fühlt sich das Kind dafür verantwortlich und glaubt, es sei seine Schuld, wenn es der Mama oder dem Papa schlecht geht.)

Auf Dauer glücklich macht auch, wenn man gar nicht immer glücklich sein muss.

 

 

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